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Corona: In jeder Krise liegt eine Chance

Corona: In jeder Krise liegt eine Chance

Am 3. Februar haben wir mit unserem „ficon Green-Dividends“ (ISIN: DE000A2PRZW7, WKN: A2PRZW) unsere anerkannte nachhaltige Dividenden-Vermögensverwaltungsstrategie als Fonds aufgelegt. Über die Selektion eines weltweit breit gestreuten Aktienportfolios werden deutlich überdurchschnittliche planbare Dividenden aus unterschiedlichen Branchen und Geschäftsmodellen generiert. Diese Dividenden sollen quartalsweise ausgeschüttet werden. Um die Nachhaltigkeit bei allen Werten sicherzustellen, arbeiten wir mit dem führenden, auf Nachhaltigkeit spezialisierten Research-Haus ISS-oekom zusammen.

Aufgrund des Ausbruchs der Corona-Krise und der damit verbundenen Verwerfungen an den Kapitalmärkten und in der Realwirtschaft hat der Fonds wie alle anderen dividendenorientierten Produkte in der Bewertung nachgegeben und weist aktuell ein Minus ca. 20 Prozent aus. Der Hintergrund: Unsere Dividendenaktien sind durch ETF-Investoren und von Investoren, die unsere Aktien als Anleihe-Surrogat hatten, überproportional abgestoßen worden. Das erklärt den starken Bewertungsrückgang.

Zugleich tragen wir aber durch strategische und taktische Maßnahmen dafür Sorge, die Risiken weiter zu begrenzen und stabile Dividendenzahlungen zu gewährleisten. Die Bewertung unserer Cash Flows sind aktuell – auch bei Umsatz-, Gewinn und Dividendenkürzungen – historisch niedrig. Unser Portfolio ist seit fünf Quartalen auf eine Rezession ausgerichtet. Wir haben bewusst Unternehmen und Branchen übergewichtet, die nicht auf konjunkturellen Rückenwind angewiesen sind und deren Umsätze nicht zu stark unter der aktuellen Krise leiden werden. Daher werden wir die seltene, vielleicht einmalige Chance haben, zu fairen Preisen und mit einem rationalen, vernünftigen Plan und einer langfristigen Strategie, „langweilige“ Cash Flow-Aktien und säkulare Wachstumsaktien extrem günstig zu kaufen.

Im Fonds halten wir derzeit rund ein Drittel Liquidität, die wir sukzessive investieren werden, nachdem wir die Investitionsquote bis zum 9. März sukzessive auf knapp 70 Prozent gesteigert hatten. Damit hatten wir die Möglichkeit, schon nach der ersten Verlustphase mit günstigeren Bewertungen einzusteigen und Zukunftschancen durch den Einkauf zu sichern.

Der aktuelle Crash preist auch eine Rezession in Europa und den USA ein und legt dabei stückweise strukturelle Probleme einer Kredit- und Immobilienblase offen. Die Notenbanken unterstützen die Realwirtschaft mit notwendiger Liquidität. Entscheidend werden jetzt die kommenden Wochen sein, wie schnell die Wirtschaft wieder anlaufen kann, um Produktionsausfälle zu kompensieren und den konjunkturellen Rückgang zu bremsen und zukünftiges Wirtschaftswachstum wieder möglich zu machen.

Derzeit scheint es, als hätten sich die Märkte auf einen Erholungskurs begeben. Die weltweiten Indizes haben seit Anfang der Woche zugewonnen, der Dow Jones hat sogar den besten Tag seit 1933 gezeigt. Die Ankündigungen der weitreichenden Konjunktur- und Hilfsprogramme in den USA und der Eurozone scheinen also Wirkung zu zeigen. Aber eine echte Wende mit einem wieder stabilen Wachstum wird erst dann kommen, wenn eine deutliche Trendumkehr bei den Corona-Infektionen klar erkennbar ist.

Wir sind mit unseren Fonds und Vermögensverwaltungsstrategien nicht unvorbereitet in diese Phase eingetreten. Unsere ohnehin eher defensive Titelselektion federn den Einbruch an den Märkten in unseren Fonds und Depots etwas ab und schafft uns ausreichend Handlungsspielräume für die Zukunft. Als Folge der Krise werden Segmente wie Pharma, E-Commerce und Telekommunikation stark profitieren. Wir suchen hier nach aktuellen Chancen, um bei einer so noch nie dagewesenen günstigen Gelegenheit Aktienvermögen aufzubauen. Der Schutz der Kaufkraft sollte in einer Welt voller Schulden im Fokus stehen, aber auch sachwertorientierte Anlagen unterliegen eben Schwankungen.

Historisch gesehen hatten Epidemien in der Vergangenheit immer eine heftige, aber jeweils begrenzte Wirkung. Es ist nachgewiesen, dass Aktienmärkte Massenerkrankungen bislang immer schnell weggesteckt haben. Wir gehen also fest davon aus, dass wir als Volkswirtschaft die aktuelle Situation meistern und es ein Leben nach Corona gibt. Daran haben wir keinen Zweifel und sind weiterhin von der langfristigen Stabilität und dem Wachstum der Märkte überzeugt. Die Erfahrungen der Vergangenheit sprechen dafür, dass nach jedem Abschwung der nächste Aufschwung wartet.

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Team von

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